„Wir sind Nerds“ – als Physiker in die Steuerabteilung

„Und – was kannst Du dann damit machen?“ Diese Frage wurde nicht nur Studenten der Kunstgeschichte, sondern auch mir als Physikstudent oft gestellt.

Mein Name ist Stefan. Seit Januar 2017 bin ich Data Scientist im Team Tax Technology & Analytics in Stuttgart. Heute möchte ich Euch von meinem Weg in die Steuerabteilung bei EY erzählen.Im Oktober 2016 habe ich mein Physikstudium mit Schwerpunkt „Komplexe Systeme & Biophysik“ abgeschlossen. Neben einem inspirierenden Umfeld mit breiten Entwicklungsmöglichkeiten waren mir bei der anschließenden Berufswahl insbesondere zwei Dinge wichtig. Einerseits wollte ich mich weiterhin mit Algorithmen, Datenauswertung und Visualisierung beschäftigen, um meine Toolbox als Data Scientist ständig aufzufüllen. Andererseits wollte ich meinen Horizont mit vielfältigen Einblicken in die Wirtschaftswelt erweitern.

Bereits in meinem ersten Projekt zeigte sich, dass EY hierfür ideale Voraussetzungen liefert. Ein Mandant entdeckte Probleme in seiner Finanzbuchhaltung, die die steuerrechtlich einwandfreie Dokumentation der Firmenvorgänge gefährdeten. Die Wichtigkeit einer sauberen Dokumentation dürfte nicht zuletzt jedem Naturwissenschaftler bekannt vorkommen, der schon einmal in seinem selbstgeführten Laborbuch erfolglos alte Versuchsergebnisse nachvollziehen wollte.

Im Gegensatz zu einem Labor drohen jedoch bei fehlerhafter Finanzbuchhaltung im Extremfall strafrechtliche Konsequenzen. Hauptbestandteil des Projektes waren Datenaufbereitung, -interpretation und -auswertung in Python und SQL – alles Aufgaben, die mir aus dem Studium vertraut sind. Zusätzlich nutzten wir unter anderem Graphdatenbanken und Methoden des Text Minings – für mich Erweiterungen meiner Toolbox. Darüber hinaus arbeitete ich mich selbständig in viele fachliche Themen aus dem Rechnungswesen und dem Steuerrecht ein, wobei ich tatkräftige Unterstützung von erfahrenen Kollegen erhielt.

Im Gegensatz zu den meisten Abteilungen bei EY sind in unserem recht jungen (Durchschnittsalter und Standardabweichung 29±6) und sehr internationalen Team (elf Sprachen – ohne Programmiersprachen) neben Wirtschaftswissenschaftlern insbesondere Informatiker verschiedenster Richtungen, Physiker, Statistiker oder Wirtschaftsingenieure zu finden. Wir sind also eine Art Sammelsurium für ambitionierte Persönlichkeiten mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Hintergrund und einem Faible fürs Programmieren – oder in Worten unseres Partners Florian Buschbacher: „Wir sind Nerds“.

Angesiedelt sind wir in der Sub-Service Line Business Tax Advisory, in der wir für unsere internen und externen Mandanten die Digitalisierung in den Steuerabteilungen vorantreiben. Allerdings bearbeiten wir auch immer wieder andere Projekte, in denen große Datenmengen effizient analysiert oder Prozesse dynamisiert und digitalisiert werden müssen, wie zum Beispiel in einem aktuellen Projekt zum Thema „Real-time Pricing“.

Grundsätzlich interessieren uns neue Technologien, digitale Trends und Themen wie Big Data, Advanced Analytics und Machine Learning. Deren mögliche Anwendung auf die zukünftige Steuerabteilung präsentieren wir auch in unserem Stuttgarter Showroom – Oculus Rift, Xbox Kinect und Roboter inklusive.

Ich hoffe, ich konnte Euch zeigen, welche weiteren Türen es als gelernter Naturwissenschaftler abseits der Forschung noch so gibt. Durchgehen müsst Ihr zwar alleine – aber bei Fragen zu meinem Werdegang und zu EY allgemein könnt Ihr mich jederzeit gerne hier oder bei LinkedIn kontaktieren.

Euer Stefan


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